„Engagierte Sportler mit Pfiff“: Schiedsrichtergewinnung im Fokus

„Schiedsrichter gewinnen“ war ein Workshop im Rahmen der Woche des Engagements überschrieben. Das Freiwilligenbüro „aktive hohe börde“, die Stiftung Leben in der Hohen Börde und der Kreisfußballverband (KFV) Börde hatten Anfang Dezember in die Prokonhalle nach Schackensleben zum Gespräch mit Michael Müller vom KFV Altmark-Ost geladen.

 

Die Altmärker haben das Problem des Schiedsrichtermangels bravourös gemeistert – im Gegensatz zur Börde.
Seit 20 Jahren selbst Schiedsrichter hat Michael Müller als Präsident des KFV Altmark-Ost mit seinen Mitstreitern die Schiedsrichtergewinnung seit Jahren erfolgreich vorangetrieben. Inzwischen sind in der Region 136 Schiedsrichter aktiv, 92 waren nötig. 42 „Schiris“ sind in der Ost-Altmark unter 18 Jahren. Ab zwölf Jahren kann man Schiedsrichter werden. Was ist das Geheimrezept?

Müller zufolge gibt es eine ganze Reihe von Stellschrauben, die Schritt für Schritt zum Erfolg führen. „Verband und Vereine sollten sich auf Augenhöhe begegnen. Die Aus- und Weiterbildungen sollten attraktiv gestaltet werden.

Michael Müller (2. v. re.) berichtete über die erfolge bei der schiedsrichtergewinnung in der östlichen Altmark.

Anstelle digitaler Ausbildung mit oft reiner Regelkunde setzen wir auf Vor-Ort-Treffen mit attraktivem Rahmenprogramm. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und die Anerkennung“, unterstrich Müller.
Und: Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit der Vereine mit einem Fokus auf die Tätigkeit der Schiedsrichter sei wichtig. Es gehe darum, Erfolgsgeschichten von Schiedsrichtern zu verkaufen. „Gerade die Schiedsrichter dürfen bei der Außenpräsentation der Vereine nicht vergessen werden. Oft geht es auf den Internetseiten der Vereine, in der Zeitung oder in den sozialen Medien um Erfolge und Ergebnisse im Spielbetrieb, die Schiedsrichter aber bleiben in der Öffentlichkeitsarbeit oft außen vor“, betonte Müller. 

Der Referent  ergänzte: „Ebenso ist die rechtzeitige Information über Schiedsrichterausbildungen sowie der regelmäßige Kontakt zu den eigenen Schiedsrichtern durch die Vereine wichtig. Wertschätzung und Anerkennung müssen großgeschrieben werden.“
Die anwesenden Teilnehmer aus den Sportvereinen Hundisburg, Irxleben, Bebertal, Rottmersleben und Schackensleben sowie Jörn Schenke vom KFV Börde diskutierten motiviert zum Thema. Sie wollen sich zukünftig verstärkt mit der Herausforderung befassen und in Kontakt bleiben.